Eine Viertelmillion für die Schwulen-Olympiade!

Wofür in Udes München immer Geld da ist – und kein Mucks von der CSU

Darauf hat München gewartet: auf die Schwulen-Olympiade „Gay Games“. Nachdem es mit der „normalen“ Olympia-Bewerbung nicht geklappt hat, wollen die Münchner Rathaus-Fraktionen jetzt ersatzweise das abseitige Spektakel 2018 nach München holen. Darauf hat sich, will man der Lokalpresse glauben, kürzlich das oberste Kungel-Gremium der Stadt, der Ältestenrat, unter Ausschluß der Öffentlichkeit und des gesunden Volksempfindens geeinigt. Die Bewerbung ist immerhin konsequent bei einem Oberbürgermeister, der sich seit Jahren als Schirmherr des jährlichen „Christopher Street Day“ wohlfühlt und findet, daß an Münchner Schulen noch viel zu tun bleibt – für „lesbische, schwule und transgender Kinder, Jugendliche und Eltern“ (so laut einer städtischen Studie von 2011).

Wo der Spaß aufhört: die Stadt will sich nicht nur um die „Gay Games“ 2018 bewerben, sondern die Veranstaltung auch noch mit einer lockeren Viertelmillion Euro unterstützen. Denn: „Die Spiele wären ein tolles Aushängeschild für die Weltoffenheit und Toleranz der Stadt“, frohlockt SPD-Bürgermeisterin Christine Strobl.

Die BIA im Münchner Rathaus findet das nicht unbedingt und forderte deshalb jetzt in einem Antrag, daß die Münchner „Gay Games“-Bewerbung mitsamt der kostspieligen Schwulenförderung unterbleibt. Man müsse, heißt es in der Antragsbegründung, „in einer Schwulen-Olympiade nicht unbedingt eine Bereicherung für unsere Stadt sehen. Man kann sie mit gleicher Berechtigung auch einfach für widerlich halten“ (der volle Wortlaut im Ratsinformationssystem unter: http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/ris_antrag_dokumente.jsp?risid=2623136).

Von der Münchner CSU, die sich mitunter als „konservativ“ kostümiert, ist übrigens kein Mucks gegen die offizielle Verschwulung der bayerischen Landeshauptstadt zu hören. Aber das ist nichts Neues.

2 Kommentare zu “Eine Viertelmillion für die Schwulen-Olympiade!”

  1. Muc-ki Says:

    2018 ! Vermutlich wird dann bereits das Islamzentrum ZIE-M in Betrieb und die Zahl der muslimischen Mitbürger/innen weiter angewachsen sein, so daß bei der “Olympiade” aus dieser Richtung mit einigem Gegenwird zu rechnen ist, nachdem die CSU längst die Segel gestrichen hat. Im Gegensatz zum Stadtrat findet dieser Kulturkreis derartige Veranstaltungen nämlich weniger lustig.

  2. Siggi Sommer Says:

    CSU-München? Gibts die überhaupt noch?

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