Raus mit dem Geld – wir haben´s ja

3,9 Millionen Euro für noch mehr NS-Bewältigung, 728.000 Euro für „Walk 21“…

Stundenlang debattierten Vertreter der etablierten Parteien in der heutigen Vollversammlung des Münchner Stadtrats übers Sparen. Auf der Tagesordnung stand u.a. das „6. Haushaltssicherungskonzept 2012 – 2018“, das helfen soll, quer durch alle Ressorts Millionensummen einzusparen.

Aber das muß man nicht allzu ernst nehmen. In der gleichen Sitzung winkte der Stadtrat nämlich – gegen die eine Stimme der BIA – Ausgaben in Höhe von läppischen 3,9 Millionen Euro für einen weiteren geschichtspolitischen Geßlerhut in München durch: die Umgestaltung des „Platzes der Opfer des Nationalsozialismus“, der Ude und Co. in der bisherigen Form zu wenig niederdrückend war. Kernstück des künftigen Platzes ist laut Bauausschuß ein „im Boden eingelassenes Bronzeband und eine zirka 18,5 Meter lange und 1,30 Meter hohe bronzene Tafel“. Außerdem müssen die „Versetzung von 2 Großbäumen“ bewerkstelligt, ein „unterirdischer Technikraum“ für das bestehende Gasflammen-Denkmal eingerichtet sowie neue „Leuchten (…) wegbegleitend vom U-Bahnausgang zum Maximiliansplatz angeordnet“ werden. Allein die beiden „Großbaumversetzungen“ schlagen mit 470.000 Euro zu Buche.

Und weil Rot-Grün am Geldausgeben schon einmal Geschmack gefunden hatte, wurde ebenfalls in der heutigen Vollversammlung gleich noch eine weitere knappe Dreiviertelmillion Euro verpulvert: für die Bewerbung der Stadt München um eine Konferenz unter dem Titel „Walk 21“, die 2013 ausgerichtet werden soll. Dabei soll unter anderem eine „Charta für das Gehen“ unterzeichnet werden, in der es – reichlich kabarettreif – allen Ernstes heißt: „Sich überall und jederzeit zu Fuß sicher und in qualitativ hochstehenden öffentlichen Räumen bewegen zu können, anerkennen wir als allgemeines Menschenrecht.“ Der rot-grünen Münchner Stadtverwaltung ist das 728.000 Euro wert…

2 Kommentare zu “Raus mit dem Geld – wir haben´s ja”

  1. GR Schufa Score Says:

    Danke für die Info! Unglaublich! Ohne dem ehrenwerten Stadtrat Richter müßten die anständigen Münchner alle einmal ausgeplündert dumm sterben!

  2. Siggi Sommer Says:

    Mein Vorschlag für den “neuen” Platz d. O. des Nationalsozialismus: Von der Brienner zum neuen Denkmal links und rechts Pylonen mit brennenden CO2-neutralen Pechflammen. Jedes Mal wenn ein Passant durch diese neugestaltete Allee geht erklingen über einen im Boden eingelassenen Lautsprecher die Namen der Opfergruppen. An der Säule ein obligatorischer Gruß welcher zur Plicht wird. Damit das auch wirklich passiert stehen Wachsoldaten die auch über jedes sich Verdrücken eisern wachen. Und damit sich auch niemand aus dem Staub machen kann wird der Weg so gestaltet das 1/2-Meter Hecken jedes unbemerkte Verschwinden unmöglich machen! Auch eine Umkehr wird per Videoaufzeichnung registriert und dem Staats- und Verfassungsschutz umgehend vorgelegt damit diese Personen unmittelbar zu Hause aufgesucht werden können! Was mir auch aufgefallen ist: Anscheinend ist München nach wie vor die HAUPTSTADT DER BEWEGUNG! Oder haben wir nicht seit kurzem den Ehrentitel Radlhauptstadt erhalten? Und dieser Gehkongreß? Nicht auch eine Art diesen Titel mit Leben zu erfüllen? Anscheinend tun wir der SPD und den GRÜNEN unrecht! Oder? :-) )

Kommentiere diesen Beitrag