Wer ist Katharina Schulze?
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Hurra, alle kennen Ude! / Eine Umfrage aus dem Presseamt – Peking läßt grüßen
Er traue keiner Statistik, die er nicht selbst gefälscht habe, sagte Winston Churchill einmal. Der Münchner OB Christian Ude, der sich am Sonntag eine herbe Abfuhr für seine Startbahn-Pläne abholte, spielt zwar einstweilen noch nicht in der gleichen Liga wie der britische Kriegspremier. Im Umgang mit Statistiken könnten sich die beiden aber getrost die Hände reichen.
Dieser Tage veröffentlichte das vom städtischen Presse- und Informationsamt beauftragte Münchner Institut für Marktforschung (mifm) die Ergebnisse seiner jährlichen Umfrage, in der die Bekanntheit und Beliebtheit von Münchner Politikern und die Zufriedenheit der Bürger mit der Rathauspolitik erkundet werden. Die Ergebnisse überraschen nicht und wurden von der offiziösen „Rathaus-Umschau“ mit triumphalistischem Unterton bekanntgegeben: „Große Zustimmung zur Rathauspolitik – zwei Drittel mit OB zufrieden“, titelte das Hausblatt des Presse- und Informationsamtes am 12. Juni. Auch was die Bekanntheit von Münchner Stadtpolitikern angeht, überrascht allenfalls das Ergebnis des Münchner CSU-Bezirksvorsitzenden Ludwig Spaenle, den laut der Umfrage nur etwas mehr als die Hälfte der Münchner kennen – und das, obwohl der Mann auch noch bayerischer Kultusminister ist.
Anderes dagegen verströmt das ungute „Geschmäckle“ regierungsamtlicher Propaganda wie aus China oder Weißrußland. So konnten die befragten Bürger lediglich eine Handvoll vorgegebener „wichtiger Probleme“ der Stadtpolitik bewerten (etwa den „Abbau der Lärmbelästigung“ oder den „Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel“), aber keine zusätzlichen Problemfelder der Stadtpolitik angeben – zum Beispiel den „Ausländeranteil an Münchner Schulen“ oder das Thema „Ausländerkriminalität“.
Auch bei der Frage nach der Bekanntheit von Münchner Stadtpolitikern wollten die rot-grünen Auftraggeber der Umfrage erkennbar unter sich bleiben – so wird zwar nach der Münchner Vorsitzenden der „Grünen Jugend“, Katharina Schulze, gefragt (die immerhin drei Prozent der Bürger bekannt ist), während andererseits außer den Fraktionschefs und den drei Bürgermeistern keiner der immerhin 80 Münchner Stadträte in der Umfrage auftaucht – das städtische Presseamt wird wissen, warum.
Die BIA im Rathaus erkundigte sich in einer ausführlichen Anfrage nach den Methoden und Vorgaben der Umfrage – und inwieweit künftig daran gedacht ist, die aktuellen Defizite abzustellen (StR-Antrags-Nummer: 08-14 / F 01266).






