Bravo, Björn Höcke!

Thüringer AfD-Chef auf den Spuren des Münchner BIA-Stadtrats Karl Richter

Im Vorfeld des diesjährigen Holocaust-Gedenktages sorgt jetzt der Vorsitzende der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, für Schlagzeilen: Medienberichten zufolge bezeichnete er unlängst im Rahmen einer Vortragsveranstaltung bei der Jungen Alternative in Dresden das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“. Völlig zutreffend sprach Höcke auch den Schuldkomplex der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg an: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.”

In der Sache sind Höckes Äußerungen nichts Neues und unter eigenständigen Köpfen eine Selbstverständlichkeit. Eine ähnlichlautende Erklärung zum Holocaust-Dauergedenken wie Höcke gab der Münchner BIA-Stadtrat Karl Richter genau heute vor sieben Jahren, am 18.01.2010, in seiner Eigenschaft als damals stellvertretender NPD-Parteivorsitzender ab. In der Erklärung hieß es damals, die inländerfreundliche Opposition werde „den bevorstehenden 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nicht als ´rituelle Dauerstigmatisierung der Deutschen zum ´Tätervolk´ hinnehmen“.

Der einzige oppositionelle Stadtrat im Münchner Rathaus war damals von der bayerischen Landeshauptstadt zu einer Gedenkveranstaltung im Bayerischen Landtag aus Anlaß des Holocaust-Gedenktages eingeladen, dann jedoch an der Landtagspforte unter erheblichem Medien- und Polizeieinsatz wieder ausgeladen worden.

Der Thüringer AfD-Chef, der sich jetzt wegen seiner sachlich unstrittigen Äußerungen mit dem üblichen Lamento und einer Strafanzeige wegen „Volksverhetzung“ konfrontiert sieht, befindet sich mithin in guter Gesellschaft. Höcke weiß ebenso wie der Münchner BIA-Stadtrat, daß sich die Wahrheit auf Dauer weder verbieten noch totschweigen läßt. Die Anwürfe der politisch Korrekten ignoriert man am besten, das ist in München nicht anders als in Erfurt.

2 Kommentare zu “Bravo, Björn Höcke!”

  1. Einer, der schon länger hier lebt Says:

    Wenn zwei das Gleiche sagen:

    Hier ein alter “Spiegel”-Artikel von Rudolf Augstein:
    “Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.” (aus dem “Gelben Forum”)

    Höcke wird nun mit Strafanzeigen bedroht, obwohl er im Grunde auch nichts anderes sagt. Daran kann man sehen, wie dramatisch sich das gesellschaftliche Klima unter der Schreckensherrschaft der Political Correctness verändert hat.

  2. Einer, der schon länger hier lebt Says:

    Zu den Gerüchten über ein Parteiausschlußverfahren gegen Höcke
    (Stand Sonntagabend 22. 1. 17)

    Die sollen sich zusammenraufen und nicht spalten lassen.
    Höcke hat die Wahrheit gesagt, doch manche fürchten wohl, daß sie das Stimmen bei “bürgerlichen Mitte” kosten könnte. Aber Höcke hat nun mal einen wunden Punkt, den Dreh- und Angelpunkt getroffen. Das sieht man auch daran, wie heftig die Reaktionen ausfallen.

    Ich habe nicht das Recht, die AfD zu belehren, aber die sollen das bitte intern diskutieren. Jede Spaltung nutzt nur dem Feind.
    Höcke soll bleiben und gemeinsam weiterkämpfen!

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