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Weltoffener, genderneutraler Verantwortungsträger der Zivilgesellschaft PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 24. Januar 2010 um 18:18 Uhr

BIA-Stadtrat Karl Richter reicht Bewerbung als „Koordinator gegen Rechtsextremismus“ im Rathaus ein

BIA-Stadtrat Karl Richter hat am 22. Januar im Münchner Rathaus seine Bewerbung um den Posten eines städtischen „Koordinators gegen Rechtsextremismus“ eingereicht. Hintergrund ist die kürzliche Ausschreibung einer solchen Stelle durch die rot-grüne Stadtverwaltung, die künftig die Bekämpfung des „Rechtsextremismus“ in der bayerischen Landeshauptstadt koordinieren und intensivieren und die städtischen Institutionen auch „kleinteilig“ beraten soll.

Richter nimmt für sich in Anspruch, daß er ausweislich einer „langjährig von zahlreichen Verfassungsschutzämtern und anderen Institutionen des In- und Auslandes dokumentierten Nähe zum ´Rechtsextremismus´ über eine profunde fachliche Kompetenz im Umgang mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ verfüge, zudem „über ein hohes Maß an politischer Sensibilität im Umgang mit ´kritischen Themen, etwa im Bereich der Migrationspolitik, sowie mit Andersdenkenden und ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten“. Und: „Zu meinen besonderen Stärken zählen Weltoffenheit und Toleranz.“

Das Amt des städtischen Rechtsextremismus-Koordinators, heißt es weiter im Bewerbungsschreiben, erfordere ein „Höchstmaß an permanenter Betroffenheit und Wachsamkeit“, weshalb sich als Schwerpunktaufgaben der künftigen Stelle u.a. anböten

- die „Intensivierung der frühkindlichen und pränatalen Aufklärung über rechtsextremistische Einstellungsmuster“;

- die „Ausweitung der interkulturellen und muttersprachlichen Aufklärung über rechtsextremistische Einstellungen“ – es sei „unerträglich, daß geeignetes städtisches Aufklärungsmaterial über rechtsextremistisches Gedankengut noch immer nicht z.B. in Urdu, Hindi und Paschtu vorliegt“;

- „die verantwortungsbewußte und gendergerechte Aufarbeitung nazistisch vorbelasteter Hausnummern wie ´18´ und ´88´ - angesichts der besonderen historischen Verantwortung Münchens als sog. ´Hauptstadt der Bewegung´ des sog. ´Dritten Reiches´ ist es besorgniserregend und menschenverachtend, daß 65 Jahre nach Kriegsende noch immer zahlreiche NS-belastete Hausnummern offen faschistische Einstellungsmuster transportieren!“

Er sehe sich, teilt Richter dem Personalreferat in seinem Schreiben mit, als „diskursfreudiger, toleranter und genderneutraler Verantwortungsträger der Zivilgesellschaft“ – die bayerische Landeshauptstadt könne mit seiner Bestellung zum Rechtsextremismus-Koordinator „das Motto ´München leuchtet´ um eine weitere markante Facette bereichern“.

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 25.01.2010. Bewerbungen sind unter der Verfahrens-Nummer 09-1619-075 zu richten an: Landeshauptstadt München, Personal- und Organisationsreferat, P 5.1, Marienplatz 8 (Rathaus), 80331 München.

München, 22.01.2010

Verantwortlich:
Bürgerinitiative Ausländerstopp
Ph. Hasselbach
Rathaus
Marienplatz 8
80331 München
Tel. 0151 / 20 10 59 29
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