Kriminelle „Münchner“ Jugendliche – wie hoch ist der „Migrationshintergrund“?

7. Februar 2012 0 Von Karl Richter

STADTRATSANFRAGE, 07. Februar 2012

Einem Bericht der „Abendzeitung“ vom 03.02. zufolge stieg die Zahl der von „Münchner“ Jugendlichen im Jahr 2011 begangenen Straftaten um fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei insgesamt 3849 Anklagen begleiteten Mitarbeiter des Stadtjugendamts straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende vor Gericht, weshalb das Personal um fünf Stellen auf jetzt 24 Mitarbeiter aufgestockt werden mußte. Allein in der Deliktsparte „Körperverletzung“ betrug die Zunahme 9,3 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres auf nunmehr 761 Fälle (Raub/Erpressung: +26,6 Prozent, Beleidigung/Verleumdung: +23,4 Prozent). Zudem gebe es ausweislich der Statistik der Münchner Jugendgerichtshilfe 95 jugendliche „Intensivtäter“.

Ich frage den Oberbürgermeister:

1. Wie verteilen sich die 3849 aktenkundig gewordenen Anklagen gegen straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende im Jahr 2011 auf Jugendliche mit und ohne „Migrationshintergrund“?

2. Wie viele der 95 aktenkundigen Intensivtäter haben „Migrationshintergrund“?

3. Mit welcher Summe schlugen die Personalkosten der Münchner Jugendgerichtshilfe im Jahr 2011 zu Buche? Wie entwickelten sich die Personalkosten seit dem Jahr 2005?

Unterschrift_KR
Karl Richter
Stadtrat

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