Verschleiß- und Wartungsprobleme bei der Münchner U-Bahn

STADTRATSANFRAGE, 27. September 2012

Nach erheblichen Problemen mit „Serienschäden“ bei einem Teil der Münchner U-Bahn-Züge im Frühjahr scheint sich die Situation in letzter Zeit wieder entspannt zu haben. Grundsätzliche Probleme im Zusammenhang mit der Wartung der Münchner U-Bahn-Züge wurden aber, soweit festzustellen ist, nicht abgestellt. Hier ergeben sich Fragen.

Ich frage den Oberbürgermeister:

1. Bei den älteren U-Bahn-Zügen, den sogenannten „A-Wagen“, kam es in der Vergangenheit gehäuft zu Rißbildungen an einer Gummi-Manschette, die nur mit großem Arbeitsaufwand ausgewechselt werden kann. Kritiker weisen nach wie vor darauf hin, daß die regelmäßige Wartung der Zuggarnituren schon vor geraumer Zeit abgeschafft und durch eine „Bedarfswartung“ in unregelmäßigen Abständen ersetzt wurde – eine Praxis, die dem Verschleiß Vorschub leistet. Wie ist die gegenwärtige Regelung – wird nach den Serienschäden im Frühjahr noch immer nur bei Bedarf gewartet d.h. Verschleißteile wie die fraglichen Gummi-Manschetten werden nur bei aufgetretenem Defekt ausgewechselt? Wurde dieses konkrete Problem inzwischen in den Griff bekommen?

2. Wie ist die Überprüfung der Verkehrssicherheit der Münchner U-Bahn-Züge durch den TÜV geregelt? Wie positioniert sich der TÜV zur MVG-Praxis der Bedarfswartung?

3. Bei den moderneren C-Garnituren sorgte im Frühjahr der unerwartet rasche Verschleiß von Radreifen für einen erheblichen Reparaturaufwand. Ist dieses Problem mittlerweile unter Kontrolle? Wann ist mit dem nächsten „Verschleißzyklus“ zu rechnen?

Unterschrift_KR
Karl Richter
Stadtrat

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