„Rechtsextremer Sprachmüll“

„Rechtsextremer Sprachmüll“

13. Dezember 2017 Aus Von Cte

Qualitätsjournalismus pur – die „Süddeutsche“ lädt zur Vollversammlung ein

Manchmal muß man der bis zum Geht-nicht-mehr gleichgeschalteten „Süddeutschen Zeitung“ fast dankbar sein: ihre vor Hetze und Halbwahrheiten triefenden Absonderungen stoßen auch den unbedarftesten Zeitungsleser mit der Nase darauf, was vom bundesdeutschen „Qualitätsjournalismus“ zu halten ist – rein gar nichts. Jetzt übertraf sich das Blättchen wieder einmal selbst: in einem Beitrag zur heutigen Dezember-Vollversammlung des Münchner Stadtrats werden die regelmäßigen Redebeiträge des BIA-Einzelkämpfers Karl Richter pauschal als „Sprachmüll“ abqualifiziert. Einer so feinsinnigen Auseinandersetzung mit konträren Meinungen konnte sich bislang nur Oberbürgermeister Dieter Reiter rühmen – er betitelte die Richter-Wortmeldungen vor geraumer Zeit nicht weniger differenziert als „geistigen Sondermüll“.

Auch eine andere Errungenschaft der selbsternannten Rathaus-„Demokraten“ bei ihrer nimmermüden Auseinandersetzung mit dem unbequemen Einzelstadtrat verschweigt die „Süddeutsche“ ihren Lesern nicht etwa verschämt, sondern rühmt sie geradezu: „Von allen gemieden wird der rechtsradikale Stadtrat Karl Richter (…). Die Isolation gilt als Beitrag zur wehrhaften Demokratie.“ Denn: „Wenn Karl Richter seinen rechtsextremen Sprachmüll absondert, verlassen viele Stadträte, auch von der CSU, demonstrativ den Saal.“ Reife Leistung.

Am heutigen Mittwoch hat die Öffentlichkeit zum letzten Mal im Jahr 2017 die Gelegenheit, der gelebten Demokratie im Münchner Rathaus beizuwohnen – ab 9.00 Uhr tagt im großen Sitzungssaal die Vollversammlung. Als stimmungsvollen Beitrag zum Weihnachts-Plenum setzte die Stadtverwaltung diesmal noch einen echten Evergreen in der früheren „Hauptstadt des Bewegung“ auf die Tagesordnung: „Gegen jeden Antisemitismus!“ (TOP B 1) sowie einen Knaller, der immer geht: „Personalzuschaltung Unterbringung und Versorgung gemäß Asylbewerberleistungsgesetz und Aufnahmegesetz“ (TOP B 5). Für einen besinnlichen Jahresausklang ist gesorgt.