Tengstraße 7: Die Kapuziner sind weg – was weiter?

30. Januar 2018 Aus Von Cte

STADTRATSANFRAGE 30. Januar 2018

Zum 1. September 2013 verließen die in St. Joseph beheimateten Brüder des Kapuzinerordens nach 116 Jahren ihr Kloster in der Tengstraße 7. Zunächst kursierten Berichte, wonach das Kloster abgerissen werden solle. Mehr als zwei Jahre später, im November 2015, berichteten dann Lokalmedien vom Leerstand des Gebäudes und von Plänen des Erzbistums München und Freising, das Haus in ein „Zentrum für Flucht, Asyl und Integration“ umzuwidmen, das für eine bessere Koordination kirchlicher Hilfsangebote, aber auch für Notschlafplätze genutzt werden sollte (u.a. nach: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/maxvorstadt-ort43329/moenche-folgen-fluechtlinge-5741409.html; zuletzt aufgerufen: 30.01.2018, 01.30 Uhr; KR). Auch diese Pläne wurden augenscheinlich nicht verwirklicht. – Es stellen sich Fragen.

Ich frage den Oberbürgermeister:

  1. Wie wird das Anwesen Tengstraße 7 derzeit genutzt? Welche Pläne für eine künftige Nutzung sind der LHM ggf. bekannt?
  2. Für welche Quadratmeterfläche besteht eine Bau- und Nutzungsgenehmigung als Wohnraum?
  3. Inwieweit liegt für das Anwesen eine genehmigte Zweckentfremdung vor?
  4. Das Gebäude stand mindestens zwei Jahre lang leer. Die LHM ahndet die Zweckentfremdung von Wohnraum – wozu auch ein Leerstand von mehr als drei Monaten zählt – als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 Euro (nach: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Wohnungsamt/bussgeld.html; zul. aufgerufen: 30.01., 01.45 Uhr; KR). Inwieweit verhängte die LHM wegen des mehrjährigen Leerstands in der Tengstraße 7 ein Bußgeld? Wenn nicht, warum nicht?


Karl Richter
Stadtrat