Der städtische Bus- und Bahnbegleitservice braucht Helfer – warum keine ausländischen Fachkräfte?

STADTRATSANFRAGE 07. Februar 2018

Der vom Katholischen Männerfürsorgeverein betriebene städtische Bus- und Bahnbegleitservice, der bis 2019 mit städtischen Mitteln in Höhe von 1,25 Millionen Euro gefördert wird, ist laut Lokalberichterstattung eine Erfolgsgeschichte. Der Service bietet Behinderten Hilfe im Alltag, aber auch Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigungsperspektive. Derzeit sind 15 Begleiter im Dienst, der Service wird von 8 bis 18 Uhr vorgehalten. 2017 konnten mehr als 4000 Begleitfahrten durchgeführt werden. Allerdings stößt die Ausdehnung der Serviceleistung bis 22 Uhr nun offenbar auf Hindernisse: weder weibliches oder studentisches Bewerberpersonal noch die vom Jobcenter vermittelten Anwärter erfüllen die Voraussetzungen für einen Abend-Begleitservice (nach: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/bus-und-bahnbegleitservice-laeuft-gut-an-doch-es-gibt-ein-aber-9590525.html; zuletzt aufgerufen: 06.02.2018, 20.10 Uhr; KR). Die Frage drängt sich auf, warum hierfür nicht auf ausländisches Fachpersonal zurückgegriffen wird, das insbesondere in den letzten Jahren in großer Zahl auch in München eine neue Bleibe gefunden hat und zum weit überwiegenden Teil aus arbeitsfähigen Männern jüngeren und mittleren Alters besteht; eine regelmäßige Beschäftigung verbessert zudem die Bleibeperspektiven. – Es stellen sich Fragen.

Ich frage den Oberbürgermeister:

  1. Inwieweit wurde oder wird vonseiten der LHM versucht, zur Ausdehnung des städtischen Bus- und Bahnbegleitservice in die Abendstunden hinein gezielt qualifizierte Mitarbeiter aus dem Reservoir in München untergebrachter „Flüchtlinge“ bzw. Asylbewerber zu gewinnen?
  2. Wo liegen die Gründe dafür, daß dies bisher offenbar nicht zielführend war?


Karl Richter
Stadtrat